In genau vier Wochen, am 16. Oktober, präsentiert Mercedes den EQE SUV. Das gab der Autohersteller nun offiziell bekannt und zeigt zudem erste Bilder des Cockpits.

Der Neuling sei "die Vielzweck-Variante der Business-Limousine EQE, wie diese mit den wesentlichen Innovationen des EQS erhältlich und dabei dynamischer als der EQS SUV." Anders als den EQS SUV wird es den EQE SUV aber offenbar nur als Fünfsitzer geben. Dieser biete aber besonders viel Platz für die Insassen.

Wie EQE, EQS und EQS SUV basiert auch der EQE SUV auf der großen Elektroplattform EVA. Daher überrascht es nicht, dass die Technik ähnlich sein wird. Und auch beim Cockpit gibt es keine Überraschungen, wie die neuen Bilder zeigen.

Mercedes EQE 350
Mercedes EQE 350
Mercedes EQE SUV:D as Interieur
Mercedes EQE SUV

Wir sehen keine Unterschiede. Es gibt dieselben Bildschirme unter einem Deckglas. Dieser MBUX-Hyperscreen oder Widescreen wird wie gehabt nur optional erhältlich sein. Dazu kommen die bekannten Luftausströmer in Turbinen-Optik.

Grundidee ist auch hier das Thema "hyperanalog". Darunter versteht Mercedes eine Kombination aus hochwertigen haptischen Elementen und zeitgemäßer Elektronik. Zwischen den Vordersitzen gibt es eine hohe Mittelkonsole, die im vorderen Teil eine frei schwebende Brücke bildet; darunter gibt es eine Ablage.

Auch vom Exterieur erwarten wir keine Überraschungen, denn bei einem Erlkönig war sogar die Front schon ohne Tarnung zu sehen. Darauf basierend haben wir ein Rendering erstellt, das zeigt: Der EQE SUV wird der übrigen EQ-Sippschaft recht ähnlich sehen.

Mercedes EQE SUV als Erlkönig in Orange
Mercedes EQE SUV als Rendering

Wie der Mercedes EQE dürfte auch der EQE SUV einen Radstand von rund 3,12 Metern haben. Die Länge dürfte ebenfalls nicht viel von den 4,99 Metern des EQE abweichen; nur die Höhe wird größer sein als bei der 1,51 Meter hohen Limousine. Ob der Unterschied aber über 20 Zentimeter ausmachen wird wie bei EQS (wie der EQE 1,51 Meter hoch) und EQS SUV (1,72 Meter), müssen wir abwarten.

Hinterradlenkung und die Luftfederung Airmatic wird es wohl auch beim EQE SUV geben, aber nur für die besseren Motorisierungen serienmäßig.  

Was die Antriebe angeht, könnte der EQE SUV etwas dynamischer als der EQE aufgestellt werden. Vielleicht lässt Mercedes die Basisversion EQE 300 weg und beginnt mit dem 350? Zudem wird es wohl die Allradler 350 4Matic und 500 4Matic geben, sowie zumindest eine AMG-Version – ein AMG 53 wurde schon als Erlkönig erwischt. 

Beim EQE wird bei den Hinterradantrieben eine 89-kWh-Batterie eingesetzt, bei den Allradlern wird ein 91-kWh-Akku angeboten. Das dürfte mehr mit der maximalen Leistungsabgabe der Batterie zu tun haben als mit der Reichweite. Die 108-kWh-Batterie dürfte wohl dem EQS und EQS SUV vorbehalten bleiben – hier wird seit dem Auslaufen des EQS 350 mit 91-kWh-Akku nur noch die große Batterie angeboten.

Da der EQE SUV wie der EQS SUV noch 2022 in Produktion gehen soll, dürfte das Auto ab Ende des Jahres oder ab Anfang 2023 ausgeliefert werden – möglicherweise zuerst in den USA, da es wie der ab Dezember ausgelieferte EQS SUV in Chattanooga gebaut wird. Was die Preise angeht, so könnten sie ähnlich wie bei den großen Brüdern EQS/EQS SUV etwa 3.000 Euro über denen der Limousine beginnen.

Bildergalerie: Mercedes EQE SUV (Teaserbilder)