Der Lotus Emeya wurde schon im September 2023 vorgestellt, doch damals gab es nur recht rudimentäre Angaben. Jetzt nennt der Hersteller die Preise und zumindest einen Teil der Daten.

Ähnlich wie beim Lotus Emeya gibt es drei Versionen: Die Basisversion ohne  Zusatzbezeichnung für 106.400 Euro hat einen 450 kW starken Allradantrieb. Es folgen der Emeya S mit dem gleichen Antrieb, aber mehr Ausstattung für 126.950 Euro und der Emeya R mit 675 kW für 150.990 Euro. Damit sieht die Palette folgendermaßen aus:

  Lotus Emeya Lotus Emeya S Lotus Emeya R
Antrieb AWD 450 kW AWD 675 kW
0-100 km/h / Spitze 4,2 Sek. / 250 km/h 2,8 Sek. / 256 km/h
Akku 112 kWh (?) 112 kWh (?)
WLTP-Reichweite 500-610 km 435-485 km
Preis 106.400 Euro 126.950 Euro 150.990 Euro

Vollständige Daten haben wir auf der Lotus-Seite noch nicht gefunden. So fehlen die Speicherkapazität, die maximale Ladeleistung, der Stromverbrauch und die Außenmaße. Der Kofferraum jedoch wird in der Pressemitteilung verraten: Er fasst bis zu 509 Liter.  

Die Preise des Emeya sind höher als beim Eletre, obwohl dort nun bei allen drei Versionen 1.000 Euro mehr verlangt werden als im Oktober 2022. So kostet der Basis-Eletre derzeit 96.990 Euro, also fast 10.000 Euro weniger als der entsprechende Emeya. Beim S-Modell beträgt der Preisunterschied rund 5.000 Euro, beim R nur 1.000 Euro. Der Eletre hat als SUV etwas schlechtere Sprintdaten, die Maximalreichweite ist mit 600 km aber kaum geringer:

  Lotus Eletre Lotus Eletre S Lotus Eletre R
Antrieb AWD 450 kW AWD 675 kW
0-100 km/h / Spitze 4,5 Sek. / 250 km/h 3,0 Sek. / 265 km/h
Akku 112 kWh 112 kWh
WLTP-Reichweite 535-600 km 490-535 km 410-450 km
Preis 106.400 Euro 121.990 Euro 151.990 Euro

Wie beim Eletre hat die Topversion an der Hinterachse ein Zweiganggetriebe. Und ähnlich wie der Eletre lässt sich auch der Emeya an einer 350-kW-Gleichstrom-Säule in 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen – beide Autos haben ein 800-Volt-System.

Lotus Eletre

Lotus Eletre

Lotus Emeya (2024)

Lotus Emeya

Die Serienausstattung ist jedoch offenbar nicht deckungsgleich. So wird beim Emeya eine Luftfederung inklusive CDC-Dämpfer schon bei der Basisversion aufgeführt, während diese Elemente beim Eletre nicht erwähnt werden. 

Der cW-Wert des Emeya soll bei 0,21 liegen. Wird statt Windschnittigkeit eher viel Abtrieb benötigt, dann fahren die Frontschürze und der Heckspoiler in eine andere Position. So soll sich bei 250 km/h ein Abtrieb von 150 Kilo ergeben.

Es gibt bis zu fünf Fahrmodi: Range, Tour, Sport, Individual und Track. Dabei werden die Bodenfreiheit, die Steifigkeit der Luftfederung, die Gaspedal-Kennlinie, die verstellbaren Seitenwangen der Sitze und mehr verändert. Auch die Aerodynamik kann man damit steuern; so wird im Sportmodus der Abtrieb erhöht. Leichte Carbon-Keramik-Bremsen reduzieren Gewicht und Bremsweg. 

Lotus Emeya (2024)

Innen gibt es ein 15,1-Zoll-Touchscreen. Dazu kommt ein Augmented-Reality-Head-up-Display. Darüber lassen sich die elektrisch betätigten Türen öffnen. Dabei erkennen Sensoren Hindernisse und verhindern das Türöffnen, wenn das Fahrzeug beschädigt werden könnte. Das Panorama-Glasdach kann von den Insassen abschnittsweise undurchsichtig oder klar eingestellt werden. Außerdem verspricht Lotus eine intelligente Elektroauto-Routenplanung und fünf verschiedene Massagemodi mit drei verschiedenen Intensitätsstufen.

Der Emeya wird in sechs Farben angeboten, darunter die neuen Töne Boreal Grey und Fireglow Orange. Die anderen Farben heißen Solar Yellow, Akoya White, Stellar Black und Kaimu Grey.

Der Emeya wurde schon am 18. Januar in China eingeführt. In der EU und Großbritannien ist der Wagen ab sofort bestellbar, der Konfigurator ist schon scharf geschaltet. Die Auslieferung soll im dritten Quartal starten, also frühestens im Juli. 

Unter dem Strich
Der Lotus Emeya tritt gegen den Porsche Taycan an, der in der neuen Version als Turbo S nun bis zu 700 kW bietet und nur 2,4 Sekunden für den Tempo-100-Sprint braucht. Da kann der Lotus nicht mithalten. Allerdings kostet der Porsche auch rund 217.000 Euro, während man für den Eletre R "nur" etwa 150.000 Euro hinlegt. Und das Tesla Model S Plaid mit seinem 2,1-Sekunden-Sprint gibt es schon für etwa 111.000 Euro.