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Mercedes EQS: Neue Version mit Hauben-Stern nun konfigurierbar

Preise trotz größerer Batterie und bis zu 816 km Reichweite unverändert

Mercedes EQS: Neue Version nun konfigurierbar

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

Aktualisiert: 27. Apr. 2024 um 08:51 Uhr

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Die PDF-Preisliste enthält noch die alte Version, aber im Konfigurator ist nun schon die neue Version des Mercedes EQS enthalten. Somit ist das Limousinen-Flaggschiff mit dem traditionellen Grill und Haubenstern auch bestellbar.

Obwohl der Mercedes EQS eine größere Batterie mit 118 statt 108 kWh Speicherkapazität erhält, sind die Preise für alle fünf Motorisierungen unverändert: So kostet die Basisversion wie gehabt 109.551 Euro. Davon geht sogar noch ein "Kundenvorteil" von 3.287 Euro ab:

Mercedes EQS mit

Ein paar Änderungen im Detail gibt es auch noch. So leistet die Basisversion mit 265 nun 20 kW mehr als bisher; der Sprintwert ist jedoch unverändert. Damit hat der 450+, der einzige Hecktriebler in der Palette, nun die gleiche Leistung wie der günstigste Allradler. Auch beim 580 4Matic erhöht sich die Leistung etwas (von 385 auf 400 kW):

  EQS 450+ EQS 450 4Matic EQS 500 4Matic EQS 580 4Matic AMG 53 4Matic+ Antrieb RWD AWD AWD AWD AWD Systemleistung 265 kW 265 kW 330 kW 385 kW 484 kW Drehmoment 568 Nm 800 Nm 828 Nm 858 Nm 950 Nm 0-100 km/h  6,2 Sek. 5,7 Sek. 4,9 Sek. 4,4 Sek. 3,8 Sek. Vmax 210 km/h 210 km/h 210 km/h 210 km/h 220 km/h Verbrauch WLTP 16,5 kWh 17,1 kWh 17,1 kWh 17,2 kWh 21,0 kWh Akku 118 kWh 118 kWh 118 kWh 118 kWh 118 kWh Reichweite WLTP  816 km 793 km 792 km 790 km 625 km Aufladen AC/DC 11/200 kW 11/200 kW 11/200 kW 11/200 kW 22/200 kW Ladezeit DC 31 min 31 min 31 min 31 min 31 min Preis 109.551 Euro 113.359 Euro 125.378 Euro 141.705 Euro 155.009 Euro

Die Sprintwert des 450 4Matic, 500 4Matic und 580 4Matic verschlechtert sich jeweils um eine Zehntelsekunde, beim 500 4Matic wird zudem ein etwas niedrigeres Drehmoment angegeben (828 statt 855 Nm). Zudem besitzt die AMG-Version nun serienmäßig einen 22-kW-Bordlader. Damit verkürzt sich die Ladedauer mit Wechselstrom (AC) von 12,25 auf 6,25 Stunden. Und die maximale Reichweite ist geringfügig niedriger als am 10. April in der Pressemeldung angegeben: Statt 822 schafft der EQS 450+ nur 816 km – geschenkt.

Auch so ist das Reichweiten-Plus durch die größere Batterie beträchtlich, denn bisher schaffte der 450+ maximal 753 km, also 63 km weniger. Die 118-kWh-Batterie ist bereits aus dem EQS SUV bekannt, wo sie schon im Oktober eingeführt wurde. Auch mit den 816 km reicht es für den EQS nicht für Platz 1 der Elektroautos mit der größten Reichweite. Dort steht nach wie vor der Lucid Air, auch wenn der Abstand nach Auslaufen der Dream Edition (mit 883 km) verringert hat – der reichweitenstärkste Air (Grand Touring) kommt auf bis zu 839 km.

Bildergalerie: Mercedes EQS (2024)

Mercedes EQS 580 4Matic Manufactur in Obsidianschwarz Metallic

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Wie bereits gerüchteweise bekannt, bekommt der EQS außerdem wieder den Mercedes-Stern auf der Haube wie ihn auch die fossil angetriebene S-Klasse hat. An die S-Klasse erinnert auch der neue Grill mit horizontalen Chrom-Elementen, auch wenn Letztere hier flächenbündig eingearbeitet sind. Beides ist künftig serienmäßig bei der Electric Art Line, also der normalen Optik. Bei der aufpreispflichtigen AMG-Line prangt der Stern nach wie vor im lamellenlosen Grill. Das gleiche gilt für die "echte" AMG-Version, wo der Grill aber nach wie vor senkrechte Chromlamellen enthält.

Mercedes EQS (2024)

Neuer EQS

Mercedes EQS 580 4Matic

Alter EQS

Die Anhängelast des EQS und EQE mit Allradantrieb wurde zudem von 750 auf 1.700 Kilo angehoben. Damit erreichen sie ein ähnliches Niveau wie die SUV-Derivate, so dass man auch viele Pferdeanhänger ziehen kann.

Zudem führt Mercedes eine neue Bremsscheiben-Funktion ein: Weil bei Elektroautos wegen der rekuperativen Bremse seltener hydraulisch gebremst wird, droht Rost. Deshalb werden die Beläge künftig von Zeit zu Zeit automatisch an die Scheiben angelegt.

Der Hyperscreen und neue Luftdüsen sind nun serienmäßig

Der Hyperscreen und neue Luftdüsen sind nun serienmäßig

Das Fondkomfort-Paket Plus mit Executive Sitzen für 3.868 Euro Aufpreis umfasst nun rechts hinten im Fond auch eine abgeschrägte Fußablage, die den Sitzkomfort hinten verbessern soll. Das Paket umfasst zudem einen umklappbaren Beifahrersitz, einstellbare Fondlehnen, eine Sitzheizung hinten sowie eine Verstellung der Sitztiefe.

Neu beim EQS ist zudem der automatische Spurwechsel: Fährt ein langsameres Fahrzeug voraus, kann das Auto beim Tempo 80 bis 140 den Spurwechsel selbst initiieren, und zwar ohne dass man dies per Blinker-Betätigung anstoßen muss.

Nicht neu, aber vielleicht noch nicht bekannt ist, dass:

Ebenfalls am 25. April startet der Verkauf der Manufactur Selection, einer EQS-Sonderedition für 16.601 Euro Aufpreis.

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Unter dem Strich

Vorwärts, wir marschieren zurück: Der Mercedes EQS bekommt wieder den traditionellen Stern auf der Fronthaube, und statt des Black Panel gibt es künftig wieder einen traditionellen "Grill" – auch wenn der keine Luft durchlässt.

Damit soll der EQS "noch statusbewusster" geworden sein, wie Mercedes schreibt. Nun ja. Mit der altbackenen Kühlerfigur polarisiert die Marke wie eh und je: Schon in den 60er-Jahren war der Stern ein Symbol für das arrivierte Bürgertum. Deshalb wurde er oft abgebrochen. Dass das Ding nun zurückkommt, finden wir befremdlich. Gern feiern wir dagegen die gestiegene Reichweite: Mit 816 km erreicht der EQS nun fast das Niveau des Lucid Air. 

Bildergalerie: Mercedes EQS (2024)

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Quelle: EQS-Konfigurator, Mercedes-Pressemeldung

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