Kia EV9 (2026): Alle Daten, Reichweiten, Preise im Überblick
Vier Antriebe, bis zu 563 Kilometer Reichweite, 800-Volt-Technik sowie alle Ausstattungen des großen Elektro-SUVs
Der Kia EV9 ist das Elektro-Flaggschiff der koreanischen Marke. Das große Siebensitzer-SUV ist schon seit Herbst 2023 konfigurierbar. Anfang 2025 kam noch eine Einstiegsversion mit kleiner Batterie hinzu und im Mai 2025 folgte das Topmodell GT. Wir stellen alle Daten und Preise zu der Baureihe zusammen.
Das 5,01 Meter lange Modell basiert wie der Kia EV6 auf der Plattform E-GMP, doch hier kommt eine deutlich größere Batterie zum Einsatz: Während die Akku-Palette beim EV6 nur bis 84 kWh reicht, sind es beim EV9 gleich 100 kWh.
Exterieur | Interieur | Antriebe/Batterien | Preise | Konkurrenten/Tests
Bildergalerie: Kia EV9 AWD GT-line (2024)
Exterieur
Der Kia EV9 ist mit 5,01 Meter Länge das größte Modell im Kia-Stall – selbst der Transporter Kia PV5 ist kürzer. Der Radstand ist mit 3.100 Millimetern nochmal zehn Zentimeter länger als beim Hyundai Ioniq 5 (und 20 Zentimeter länger als beim EV6). Hier der Größenvergleich mit dem Schwestermodell Hyundai Ioniq 9:
| Länge | Breite | Höhe | Radstand | Kofferraum | |
| Kia EV9 | 5.010 mm | 1.980 mm | 1.755 mm | 3.100 mm | 333–2.318 Liter 90 Liter Frunk (RWD) |
| Hyundai Ioniq 9 | 5.060 mm | 1.980 mm | 1.790 mm | 3.130 mm | 338–2.419 Liter 88 Liter Frunk (RWD) |
Die Optik ist – wie bei Kia üblich – recht auffällig und ziemlich futuristisch. Die bullige Front trägt die markentypische "Star Map"-Lichtsignatur. Diese besteht hier vorne aus einer waagerechten Lichtleiste und S-förmigen, vertikalen Elementen. Am Heck gibt es Leuchten in Form eines dreiarmigen Sterns. Seitlich fallen schwarz abgesetzte Karosserieschutzleisten und die bündig integrierten Türgriffe auf, die erst ausfahren, wenn sie benötigt werden – wie vom EV6 bekannt. Räder gibt es in 19, 20 und 21 Zoll.
Trotz der ziemlich senkrechten Front gibt Kia einen recht niedrigen cW-Wert von 0,28 an. Doch der Windwiderstand wird auch durch die Stirnfläche bestimmt und die dürfte bei einer Breite von fast zwei Metern und einer Höhe von knapp 1,80 Metern beträchtlich sein. Aktive Luftklappen und Air Curtains im Frontstoßfänger helfen, die Luftströme zu besänftigen.
Das Cockpit des EV9, hier mit den Monitoren für die kamerabasierten Außenspiegel
Interieur
Innen besitzt der Kia EV9 zwei 12,3-Zoll-Displays im Querformat direkt nebeneinander. Dazwischen gibt es noch ein kleines 5,3-Zoll-Display zum Einstellen der Klimaanlage. Optional kommen noch ein Head-up-Display und zwei Monitore für die kamerabasierten Außenspiegel hinzu. Die Rekuperation lässt sich serienmäßig über Lenkradwippen einstellen.
Der EV9 ist serienmäßig ein Siebensitzer. Gegen einen Aufpreis von 990 Euro gibt es zwei sechssitzige Varianten. Bei diesen werden statt der serienmäßigen, dreisitzigen Rückbank zwei Einzelsitze eingebaut. Man hat die Wahl zwischen besonders bequemen Relaxation-Sitzen und den Swivel-Sitzen. Letztere lassen sich um 180 Grad drehen, sodass sich die Insassen in der zweiten und dritten Reihe gegenübersitzen können:
Das Gepäckabteil fasst bei aufrechter Position aller Sitzlehnen 333 Liter, bei umgeklappter dritter Reihe sind es 828 Liter (jeweils bis Fensterhöhe). Werden auch die Lehnen der zweiten Reihe umgeklappt, entsteht ein Laderaum mit ebenem Boden und einem Volumen von bis zu 2.393 Litern (Siebensitzer: 2.318 Liter, jeweils bis zum Dach). Weitere 52 Liter Stauraum bietet der vordere Kofferraum des Allradlers, beim Hecktriebler sind es 90 Liter.
Antriebe und Batterien
Wenn man den EV9 GT mitzählt, wird das Modell inzwischen in vier Motorisierungen angeboten: Neben dem 160-kW-Basismodell mit kleiner Batterie gibt es einen 150-kW-Hecktriebler mit großem Akku sowie einen Allradler mit 283 kW und eben den EV9 GT mit 374 kW. Hier sind die wichtigsten Daten:
| Kia EV9 76 kWh RWD | Kia EV9 100 kWh RWD | Kia EV9 100 kWh AWD | Kia EV9 GT | |
| Antrieb | RWD 160 kW, 350 Nm |
RWD 150 kW, 350 Nm |
AWD 283 kW, 600 Nm (700 Nm bei Black Edition und GT-Line) |
AWD 374 kW, 740 Nm |
| 0–100 km/h | 8,2 Sek. | 9,4 Sek. | 6,0 Sek. (5,3 Sek. bei Black Edition und GT-Line) |
4,6 Sek. |
| Höchstgeschwind. | 185 km/h | 185 km/h | 200 km/h | 220 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 19,5 kWh | 20,2–20,4 kWh | 21,7–22,8 kWh | 21,7 kWh |
| Autobahnverbrauch | 25,9 kWh | 26,8–28,2 kWh | 28,9–29,3 kWh | 28,9 kWh |
| Akku netto / brutto | ca. 73 / 76,1 kWh | ca. 96 / 99,8 kWh | ca. 96 / 99,8 kWh | ca. 96 / 99,8 kWh |
| WLTP-Reichweite | bis 443 km | bis 563 km | bis 521 km | bis 510 km |
| Max. Anhängelast | 900 kg | 900 kg | 2.500 kg | 2.500 kg |
Für den Antrieb sorgen ausschließlich Permanentmagnet-Synchronmotoren. Beim EV9 AWD wird der vordere Motor per Kupplung abgekoppelt, wenn nicht die volle Leistung benötigt wird.
Beide Batterien lassen sich mit bis zu 210 kW aufladen; die Ladedauer liegt je nach Akku bei 20 bzw. 24 Minuten (für 10–80 %). Ein Schnellladetest des EV9 mit großer Batterie zeigte, dass die 24 Minuten realistisch sind. Damit dauert der Standard-Ladehub etwas länger als beim EV6 mit der 84-kWh-Batterie, die man in 18 Minuten laden kann. Dort beträgt die maximale Ladeleistung aber auch 258 kW.
| Kia EV9 76 kWh RWD | Kia EV9 100 kWh RWD | Kia EV9 100 kWh AWD | Kia EV9 GT | |
| Max. Ladeleistung AC/DC | 11 / 210 kW | 11 / 210 kW | 11 / 210 kW | 11 / 210 kW |
| DC-Ladedauer | 20 min (10–80%) | 24 min (10–80%) | 24 min (10–80%) | 24 min (10–80%) |
| DC-Ladegeschwindigkeit | ca. 2,6 kWh/min | ca. 2,8 kWh/min | ca. 2,8 kWh/min | ca. 2,8 kWh/min |
| Reichweite-Nachladen | bis 15,5 km/min | bis 16,4 km/min | bis 15,2 km/min | bis 14,9 km/min |
Aus den Herstellerdaten zum Aufladen haben wir die Ladegeschwindigkeit errechnet. Beim großen Akku ergeben sich etwa 96 kWh × 0,7 / 24 min = 2,8 kWh/min. Wichtiger auf der Langstrecke ist, wie schnell man Reichweite nachladen kann. Hier errechnen sich bei der besten EV9-Version 521 km × 0,7 / 24 min = 15,2 km/min. Beide Werte sind nicht rekordverdächtig, wie ein Blick auf die verlinkten Top-Ten-Listen zeigt.
Preise und Ausstattung
Die Preise für den Kia EV9 beginnen bei knapp 64.000 Euro, die reichweitenstärkste Version kostet 3.000 Euro mehr. Doch weitaus die meisten Kia EV9 werden als Allradler bestellt. Das merkt man auch an der Preisliste, in der für die AWD-Variante gleich vier Ausstattungen stehen (wobei die Black Edition als Sondermodell bezeichnet wird):
| Kia EV9 76 kWh RWD | Kia EV9 100 kWh RWD | Kia EV9 100 kWh AWD | Kia EV9 GT | |
| Air | 63.690 Euro | 66.690 Euro | 70.690 Euro | — |
| Earth | — | 74.190 Euro | 78.190 Euro | — |
| Black Edition | — | — | 79.990 Euro | — |
| GT-Line | — | — | 84.080 Euro | — |
| GT | — | — | — | 90.490 Euro |
Schon die Basisversion Air ist sehr gut ausgestattet. So gibt es hier 19-Zoll-Alufelgen, LED-Scheinwerfer mit Fernlichtassistent, Regensensor, elektrisch einstell-, beheiz- und anklappbare Außenspiegel, elektrisch einstellbare Vordersitze und eine Heckklappe mit sensorgesteuerter Öffnung. Innen finden sich ein Navigationssystem, eine Dreizonen-Klimaautomatik, eine induktive Ladestation für Smartphones sowie Sitz- und Lenkradheizung. Auch Parksensoren vorn und hinten, eine Rückfahrkamera, ein Abstandstempomat (ACC), ein Spurhalteassistent und ein aktiv eingreifender Totwinkelassistent sind Standard. Zu den Besonderheiten gehören eine V2L-Funktion, eine Steckdose im Kofferraum und eine Fingerabdruck-Erkennung.
Konkurrenten und Tests
Zu den Konkurrenten des EV9 gehören große Elektro-SUVs des Premiumsegments wie der BMW iX, der Mercedes EQE/EQS SUV oder der Volvo EX90. Im Volumensegment gibt es hauptsächlich chinesische Rivalen wie den Xpeng G9. Alle diese Modelle haben aber nur fünf Sitze. Sieben Sitze bietet das Schwestermodell Hyundai Ioniq 9, aber auch der deutlich kleinere Mercedes GLB, der Peugeot E-5008 oder das Tesla Model Y. Wenn man Transporter einbezieht, kommt auch der VW ID. Buzz in Betracht. Wir haben den Kia EV9 bisher dreimal getestet:
Unter dem Strich
Der Kia EV9 ist ein noch relativ erschwinglicher Siebensitzer. Die Reichweiten sind eher bescheiden, doch dank 800-Volt-System kann die Batterie schnell geladen werden. Weitaus die meisten EV9 werden als Allradler bestellt. Zu den Argumenten für diese Variante gehört die hohe Anhängelast von zwei Tonnen.
Letzte Änderung am 29. Juli 2026: Komplett überarbeitet und aktualisiert
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