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Rolls-Royce Spectre Black Badge mit 485 kW vorgestellt

Leistungsstärkster Rolls-Royce überhaupt bietet auf Knopfdruck 55 kW mehr

Rolls-Royce Spectre Black Badge 2025

Bild von: Rolls-Royce

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

18. Feb. 2025 um 18:27 Uhr

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Der normale Rolls-Royce Spectre hat schon 430 kW Antriebsleistung, 190 kW kommen von der Vorderachse und 360 kW von hinten. Und 900 Newtonmeter. Das ist schon einem Menge Holz, zumal es bei Rolls-Royce eigentlich nie um den Ampelsprint ging. Dennoch stellt die britische Nobelmarke nun eine 485 kW und 1.075 Nm starke Variante vor, den Black Badge. Auch von den Verbrenner-Modellen Ghost und Cullinan gibt es Sonderversionen dieses Namens.

Der Spectre Black Badge soll der leistungsstärkste Rolls-Royce der Unternehmensgeschichte sein. Der Tempo-100-Sprint des 2.890 Kilo schweren und 5,48 Meter langen Coupés dauert im Normalfall 4,5 Sekunden. Beim Black Badge sind es nur 4,1 Sekunden – das ist allerdings der Wert für den Sprint auf 60 mph (97 km/h).

Rolls-Royce Spectre Black Badge (2025)

Der Infinity-Knopf befindet sich links unten am Lenkrad

Bild von: Rolls-Royce

Dieser Wert wird im Inifinity Mode erreicht. Denn erst wenn man die Infinity-Taste am Lenkrad drückt, stehen die 485 kW zur Verfügung. Der Name des Sportmodus erklärt sich durch das Symbol der Black-Badge-Modelle, das Unendlichkeitssymbol (∞). Mit Druck auf den Knopf wird auch die Gasannahme verbessert und die Anzeigen sollen "lebendiger" wirken. 

Was genau dabei mit dem Antrieb geschieht, verrät Rolls Royce nicht, möglicherweise wird die Kühlung der Elektromotoren verbessert, denn Elektromaschinen überhitzen bekanntlich leicht, und das Thermomanagement ist meist nur für kurze Beschleunigungsvorgänge ausgelegt. Rolls-Royce rückt den Knopf jedenfalls in die Nähe von Flugzeugen wie der legendären Supermarine Spitfire: Hier konnten die Piloten mit einem Schalter mehr Leistung aus dem Merlin-Motor von Rolls-Royce herausholen, einem 27-Liter-V12.

Der Black Badge verfügt auch über den Spirited-Modus, bei dem es sich um einen Launch-Modus handelt: Bei stehendem Fahrzeug tritt man gleichzeitig Bremse und Gaspedal vollständig durch und lässt die Bremse los, sobald man ein haptisches und visuelles Signal erhält.

Fahrwerk und Lenkung wurden an die erhöhte Leistung angepasst. So verringert eine modifizierte Wankstabilisierung die Kurvenneigung, die Stoßdämpfer verhindern Nickbewegungen beim Beschleunigen und Abbremsen. 

Rolls-Royce Spectre Black Badge (2025)

Die neuen Fünf-Speichen-Felgen wirken eher sportlich als elegant

Bild von: Rolls-Royce

Der Spectre Black Badge feiert seine Weltpremiere in einer neuen violetten Lackierung (Vapour Violet). Außerdem wird eine in schwarz lackierte Fronthaube eingeführt, die auf den Bildern nicht zu sehen ist. Sie lässt sich mit allen 44.000 Farben kombinieren, die es für den Spectre gibt. Alternativ kann man auch einen individuellen Farbton haben. Zudem gibt es neue 23-Zoll-Felgen mit fünf Speichen. 

Wie bei allen Black-Badge-Modellen werden sonst in Chrom ausgeführte Elemente durch dunkle Teile ersetzt, so zum Beispiel die Grilleinfassung, die "Spirit of Ecstasy"-Kühlerfigur, das doppelte "R" sowie Türgriffe und Seitenfenstereinfassung.

Rolls-Royce Spectre Black Badge (2025)

Die Emily und das doppelte R in Schwarz

Bilder von: Rolls-Royce

Rolls-Royce Spectre Black Badge (2025)

Schwarzer Rahmen für den illuminierten Grill

Beim beleuchteten Kühlergrill des Black Badge kann man zwischen Lila, Blau, Gelb und einer Farbe namens "Chartreuse" wählen. Dazu gibt es beleuchtete Einstiegsleisten in zehn Komplementärfarben.

Rolls-Royce Spectre Black Badge (2025)

Innen gibt es eine illuminierte Blende, die an die Milchstraße oder andere Galaxien erinnert

Bild von: Rolls-Royce

Innen gibt es eine schwarze Blende, in der 5.500 illuminierte Sterne unterschiedlicher Größe und Intensität an den Nachthimmel erinnern. Hinzu kommt das Unendlichkeitssymbol. Die Instrumente können in fünf Farbthemen angezeigt werden. 

Rolls-Royce Spectre Black Badge (2025)

Einstiegsleisten mit Black-Badge-Plakette

Bilder von: Rolls-Royce

Rolls-Royce Spectre Black Badge (2025)

Black-Badge-Logo zwischen den zwei Fondsitzen

Der Spectre wurde im Sommer 2023 eingeführt. Im ersten Jahr wurden 16 Exemplare in Deutschland neu zugelassen – bei 344 Neuzulassungen der Marke insgesamt. Im Jahr 2024, dem ersten vollen Produktionsjahr waren es 89 Stück, bei 360 Rolls-Royce-Zulassungen insgesamt. Die Preise sollen bei rund 390.000 Euro beginnen. Was die Black-Badge-Variante kostet, teilt die Marke nicht mit.

Der Spectre ist üblicherweise der zweite Rolls-Royce im Fuhrpark der Kundschaft, zu dem durchschnittlich sieben Fahrzeuge gehören. Im Durchschnitt fahren Spectre-Besitzer ungefähr 6.400 Kilometer pro Jahr. Da die Batterie mit 102 kWh Nettokapazität für eine WLTP-Reichweite von 493 bis 530 km sorgt, muss sie durchschnittlich nur etwa 20 Mal pro Jahr aufgeladen werden. Der Vorgang soll 34 Minuten dauern (10-80%), was einer Ladegeschwindigkeit von 2,1 kWh/min entspricht.

Bildergalerie: Rolls-Royce Spectre Black Badge (2025)

Rolls-Royce Spectre Black Badge (2025)

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Quelle: Rolls-Royce

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Unter dem Strich

Bei Rolls-Royce geht es mehr um Eleganz, Luxus und mühelose Mobilität als um Leistung. Doch es scheint Kundschaft zu geben, für die ein schneller Sprint ebenfalls zur mühelosen Mobilität gehört – anders können wir uns den Boost-Knopf der neuen Black-Badge-Version nicht erklären. Daneben gibt es jede Menge Besonderheiten außen und innen, woran Fans einen Black Badge erkennen. 

Quelle: Rolls-Royce (Black Badge), Rolls-Royce (Spectre)

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