Lotus nennt Ladedauer des Emeya: In 14 min von 10 auf 80%
Außerdem wurden die Modellvarianten umbenannt
Zum neuen Modelljahr hat Lotus die Produktpalette des Eletre und Emeya überarbeitet. Geändert haben sich allerdings nur die Modellbezeichnungen und die Ausstattung. Mehr interessieren uns die Angaben zur Ladedauer, die uns bislang fehlten. Hier brilliert besonders der Emeya.
Doch zunächst die Modifikationen: Die Motorisierungen heißen nun 600 und 900 – nach der ungefähren Leistung in PS. Bisher gab es zum Beispiel beim Eletre die Grundversion ohne Beinamen und die Versionen S und R, wobei die Basisversion und S die gleiche Technik hatten. Die neue Benennung sorgt für mehr Klarheit. Die neuen Modelle erscheinen bereits im Konfigurator und stehen ab Sommer bei den Händlern.
Neu sind auch vorkonfigurierte Ausstattungslinien. So ist der Lotus Eletre ab sofort in sechs Varianten erhältlich: Eletre 600, 600 GT, 600 GT SE, 600 Sport SE, 900 Sport und 900 Sport Carbon. Nach demselben Prinzip ist die Emeya-Reihe benannt, wobei der Emeya 600 allerdings nicht in Europa erhältlich ist, so dass die Reihe hier mit dem Emeya GT beginnt.
Man kann sein Fahrzeug aber auch individuell an die persönlichen Vorlieben anpassen. Dafür stehen verschiedene Pakete, Optionen und Farben zur Wahl. So ist der Eletre jetzt auch in den neuen Farbtönen Zenith White und Akoya White bestellbar. Im Innenraum können Kunden zusätzlich die Designs Quartz und Jasper mit speziellen Lotuswear-Performance-Sitzbezügen wählen.
Der Lotus Eletre ist ein großer Crossover
Die Antriebe sind unverändert. Beim Eletre wie beim Emeya gibt es Allradantriebe mit 450 und 675 kW, wobei die stärkere Version über ein Zweiganggetriebe verfügt. Die Akkus unterscheiden sich allerdings. Beim Eletre werden beide Motorisierungen mit einer Batterie mit 112 kWh brutto (und laut EV-Database 109 kWh netto) kombiniert. Ein Standard-Ladevorgang (10-80%) dauert laut Hersteller 20 Minuten. Daraus errechnet sich eine Ladegeschwindigkeit von 3,8 kWh/min – damit lädt das Auto genauso schnell wie der Porsche Taycan.
| Eletre 600 | Eletre 900 | |
| Antrieb | AWD 450 kW, 710 Nm | AWD 675 kW, 985 Nm |
| 0-100 km/h / Spitze | 4,5 Sek. / 258 km/h | 2,95 Sek. / 265 km/h |
| Akku brutto / netto | 112 / 109 kWh | 112 / 109 kWh |
| WLTP-Reichweite | 490-600 km | 410-500 km |
| DC-Ladedauer (10-80%) | 20 min | 20 min |
| Basispreis | 99.990 Euro | 145.990 € |
Beim Reichweite-Nachladen errechnen sich (aus der WLTP-Reichweite und der Ladedauer) Werte zwischen 14 und 21 km/min. Hier ist der Taycan besser, denn alle Modelle liegen über 21 km/min. Das bedeutet: In einer Minute Wartezeit an der DC-Säule wird Strom für 21 km nachgeladen (durchschnittlich, im SoC-Bereich von 10 bis 80%).
Die Preise des Eletre beginnen nun bei 99.990 Euro für die Basisversion, was 5.000 Euro mehr sind als bisher für den Eletre ohne Beinamen verlangt wurde. Die gehobene Motorisierung ist dagegen nun schon ab 145.990 Euro zu haben, was 5.000 Euro weniger als bisher sind.
Der Emeya wird von Lotus als Hyper-GT bezeichnet
Der Emeya, den Lotus als Hyper-GT bezeichnet, hat die gleichen Antriebe wie das Schwestermodell, aber einen kleineren Akku. Dieser speichert 102 kWh brutto (und laut EV-Database etwa 99 kWh netto). Die Emeya-Batterie soll sich dank der 800-Volt-Architektur in nur 14 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden lassen.
| Emeya 600 | Emeya 900 | |
| Antrieb | AWD 450 kW, 710 Nm | AWD 675 kW, 985 Nm |
| 0-100 km/h / Spitze | 4,2 Sek. / 250 km/h | 2,8 Sek. / 256 km/h |
| Akku brutto / netto | 102 / 99 kWh | 102 / 99 kWh |
| WLTP-Reichweite | 500-580 km | 435-485 km |
| DC-Ladedauer (10-80%) | 14 min | 14 min |
| Basispreis | 107.990 Euro | 145.990 Euro |
Damit errechnet sich hier eine Ladegeschwindigkeit von schier unglaublichen 5,0 kWh/min. Fürs Reichweite-Nachladen ergeben sich knapp 22 km/min bis zu starken 29 km/min. Das sind deutlich bessere Werte als beim Taycan, der maximal 3,8 kWh/min und höchstens 26,4 km/min schafft.
Die Emeya-Preise beginnen nun bei knapp 108.000 Euro und damit etwas höher als bisher (Emeya bisher 106.400 Euro). Für die stärkere Motorisierung werden nun knapp 146.000 Euro statt knapp 151.000 Euro verlangt. Die Ausstattungen bei den Emeya-Versionen sind ähnlich konzipiert wie beim Eletre; im Detail kann man sie dem Konfigurator entnehmen.
Bildergalerie: Lotus Eletre und Emeya (2026)
Unter dem Strich
Lotus verbessert die Bezeichnungen bei seinen Elektromodellen. Diese orientieren sich nun an den Motorisierungen – das gefällt uns. Die Ausstattungen interessieren uns eher weniger. Hochinteressant sind aber die Angaben zur Ladedauer, die wir bisher nicht hatten.
Hier brilliert besonders der Emeya mit seiner netto 99 kWh großen Batterie. Damit erreicht das Auto eine Ladegeschwindigkeit von 5,0 kWh/min – das ist besser als bei jedem anderen Elektroauto, das wir kennen. Auch beim Reichweite-Nachladen ist das Auto mit 29 km/min extrem gut. Damit lässt der Emeya den Porsche Taycan stehen.
Quelle: Lotus, Eletre-Konfigurator, Emeya-Konfigurator
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