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VW ID. Polo (2026): Bisher teurer als der Basis-ID.3-Neo

Der Elektro-Polo ist schon konfigurierbar. Da die Einstiegsversion noch fehlt, ist der Kleinwagen teurer als der kompakte ID.3 Neo.

VW ID. Polo (2026)
Bild von: Volkswagen

Für den neuen VW ID. Polo hat Volkswagen einen Basispreis von 24.995 Euro versprochen. Den elektrischen Kleinwagen kann man bereits konfigurieren, aber bisher beginnen die Preise erst bei 33.795 Euro. Auch nach Abzug des VW-Rabatts bleiben noch 30.795 Euro. Das ist mehr, als die Basisversion des VW ID.3 Neo kostet, der rabattiert ab 29.995 Euro zu haben ist.

VW hat vier Motorisierungen des ID. Polo angekündigt, vom 85-kW-Basismodell bis zu einem 166 kW starken GTI. Alle erhalten den neuen Elektromotor mit der Bezeichnung APP290, daher ist das maximale Drehmoment bei allen Versionen gleich. Die beiden schwächeren Versionen bekommen eine LFP-Batterie, die stärkeren einen 52 kWh netto großen NMC-Akku. Hier eine Tabelle mit den bisher bekannten Daten:

  VW ID. Polo
85 kW
VW ID. Polo
99 kW
VW ID. Polo
155 kW
VW ID. Polo
GTI
Antrieb FWD 85 kW,
290 Nm
FWD 99 kW,
290 Nm
FWD 155 kW,
290 Nm
FWD 166 kW,
290 Nm
0-100 km/h / Vmax k.A. k.A. 7,1 Sek. /
160 km/h
ca. 6,8 Sek./
175 km/h
WLTP-Verbrauch k.A. k.A. 13,3 kWh k.A.
Akku netto 37 kWh (LFP) 37 kWh (LFP) 52 kWh (NMC) 52 kWh (NMC)
WLTP-Reichweite ca. 300 km ca. 300 km 454 km ca. 450 km
Ladeleistung AC/DC bis 11 / 90 kW bis 11 / 90 kW bis 11 / 105 kW bis 11 / 105 kW
DC-Ladedauer
10-80 %
ca. 27 min ca. 27 min ca. 24 min ca. 24 min
Listenpreis (Ausstattung) 24.995 Euro
(Trend, ab Juli)
k.A. 33.795 Euro (Life) k.A.

Zum Start gibt es nur eine einzige Version, und die hat 155 kW. Die Wahl hat man bislang nur bei der Ausstattung: Es gibt die Varianten Life und Style für 33.795 bzw. 36.995 Euro. Davon darf man noch die ID-Kaufprämie in Höhe von 3.000 Euro abziehen, wie aus einer Fußnote im Konfigurator hervorgeht: 

Die günstigste Version des VW ID. Polo hat einen 155-kW-Antrieb und die Ausstattung Life (Screenshot aus dem Konfigurator)
Bild von: Volkswagen

Zur Ausstattung Life gehören 17-Zoll-Stahlräder, LED-Licht mit Fernlichtassistent, Regensensor, elektrisch einstell-, anklapp- und beheizbare Außenspiegel mit Memory-Funktion, ein 10-Zoll-Instrumentendisplay und ein 12,9-Zoll-Touchscreen, eine Klimaautomatik, eine Rückfahrkamera, ein Abstandstempomat (ACC), ein Spurhalteassistent und eine Totwinkel-Warnung.

Ein Einlegeboden für den Kofferraum ist vorhanden, aber die Sitzfläche der Rückbank ist nur ungeteilt umklappbar, während die Lehnen geteilt sind. Ein Winterpaket mit Sitz- und Lenkradheizung und Zweizonen-Klimaanlage gibt es für 545 Euro Aufpreis. Das Navigationssystem kostet 750 Euro, ist aber auch nachträglich freischaltbar.  

Bei Style kommen noch 17-Zoll-Aluräder, Matrix-LED-Scheinwerfer mit Lichtsensor, Wischblinker, beleuchtete Türgriffe, eine Ambientebeleuchtung und ein beleuchtetes VW-Logo am Lenkrad, Sitz- und Lenkradheizung, eine Zweizonen-Klimaautomatik, Alupedale, sportlichere Sitze, Parkpiepser vorn und hinten und berührungslose Entriegelung hinzu – bei Life erfolgt die Entriegelung ebenfalls schlüssellos, aber offenbar über Knöpfchen an den Türgriffen.

Zum Umfang der Trend-Version gibt es noch keine Informationen. Dem Konfigurator ist nur zu entnehmen, dass diese Ausstattung ab Mitte Juli bestellbar sein soll, und zwar ab besagten 24.995 Euro. Das dürfte sich aber auf die 85-kW-Basismotorisierung beziehen, nicht auf die 155-kW-Version.

Unabhängig von der Ausstattung können fünf Farben bestellt werden. Neben Blau, Schwarz, Dunkelgrau und Silber gehört mit Pythongelb Metallic auch ein ungewöhnlicher gelber bis beiger Ton zum Angebot (siehe Screenshot oben). Dieser ist auch die einzige aufpreislose Lackierung. Rot und Weiß werden zumindest derzeit nicht angeboten. 

Zu den Konkurrenten des VW ID. Polo gehört der Renault 5, der aber maximal 110 kW bietet und deswegen kaum mit dem 155-kW-Polo vergleichbar ist. Die gleiche Technik wie der 155-kW-Polo bietet der Cupra Raval Endurance, der mit dem Cupra-Tribe-Bonus aber erst ab 38.605 Euro zu haben ist – das sind rund 8.000 Euro mehr als der Polo (mit Rabatt ab 30.795 Euro) kostet. Noch teurer ist der Alpine A290 mit 160 kW, der aber nur 362 km weit kommt und mit 42.200 Euro über 10.000 Euro teurer ist als unser ID. Polo. 

Den gerade gestarteten VW ID.3 Neo, der eine Klasse höher als der ID. Polo antritt, gibt es dagegen bereits ab 33.995 Euro. Nach Abzug von 4.000 Euro Kaufprämie bleiben 29.995 Euro. Damit ist das Kompaktmodell günstiger als der Kleinwagen. Die ID.3-Basisversion hat allerdings etwas weniger Leistung (125 kW) und auch weniger Reichweite (417 km). Außerdem bietet der Kleinwagen mit 441–1.240 Litern überraschend viel Kofferraum – beim Kompaktmodell sind es 383–1.336 Liter, also bei nicht umgelegten Rücksitzen sogar weniger als beim Kleinwagen.

VW ID. Polo (2026)

Der ID. Polo ist ein Fronttriebler und hat hinten nur eine Verbundlenkerachse. Deshalb hat er ein riesiges Unterbodenfach. 

Bild von: Volkswagen

Unter dem Strich 

Den VW ID. Polo gibt es bisher nur mit 155-kW-Antrieb und großer Batterie. Diese Version bietet viel Leistung, das hilft beim Überholen und beim Einfädeln in den Autobahnverkehr. Das für das Beschleunigungsgefühl oftmals entscheidende Drehmoment ist aber nicht höher als bei den später folgenden Varianten. Und geringer als bei der alten APP310-Maschine, die in der Basisversion des ID.3 Neo immer noch Dienst tut.

Die Reichweite des Polo mit der 52-kWh-Batterie ist mit rund 450 km für einen Elektro-Kleinwagen ordentlich. Wer weiter kommen will, muss schon ein Kompaktmodell wie den Kia EV3 oder den Skoda Elroq kaufen. Aufgrund seiner Leistung und seiner Reichweite ist der 155-kW-Polo schon etwas mehr als ein reines Stadtauto.