Die Elektrifizierung der US-amerikanischen Pick-ups kommt langsam in Gang: Bereits auf dem Markt ist der Rivian R1T, beim Hummer EV von GM soll die Auslieferung noch dieses Jahr starten. Anfang Januar stellt der Konzern mit dem Silverado EV ein zweites Modell vor. Kurz vor dem Serienstart sind auch der Tesla Cybertruck und der Ford F-150 Lightning. Wir geben einen Überblick.  

Als erstes Modell kam offenbar diesen Herbst der Rivian R1T auf den Markt; das erste Auto mit vier elektrischen Radnabenmotoren rollte schon Mitte September vom Band. Das zweite Modell, das startet, ist wohl der GMC Hummer EV. Die Factory Zero wurde Mitte November im Beisein von US-Präsident Biden feierlich eröffnet, die Serienproduktion des Hummer EV begann Ende November und die Auslieferung soll noch im Dezember beginnen. 

Bildergalerie: Rivian R1T

In die Factory Zero hat GM 2,2 Milliarden Dollar investiert. Die Fabrik liegt etwa fünf Kilometer nördlich des Stadtzentrums von Detroit in Hamtranck. Dort sollen neben dem Hummer EV (Modelljahr 2022) auch der Hummer EV SUV (Modelljahr 2024), der Chevrolet Silverado EV (vermutlich Modelljahr 2022) und das Elektro-Shuttle Cruise Origin gebaut werden – allesamt auf der Ultium-Plattform von GM.

Der Chevrolet Silverado EV wird am 5. Januar 2022 auf der US-Elektronikmesse CES präsentiert, wie bereits offiziell verkündet wird. Gebaut wird der Elektro-Pick-up aber erst ab Anfang 2023, wie kürzlich bekannt wurde.

Bildergalerie: Tesla Cybertruck

Ebenfalls kurz vor dem Marktstart steht Tesla mit dem Cybertruck. Gebaut wird der Elektro-Pick-up in der neuen Gigafactory in Austin/Texas. Eigentlich wollte Elon Musk mit der Produktion noch 2021 beginnen, doch noch ist die Fabrik offenbar nicht fertig, und das Hochfahren der Produktion könnte den Großteil des Jahres 2022 in Anspruch nehmen, so Tesla. Demnach wird der Cybertruck wohl 2022 starten, aber wann genau, ist noch unklar.

Bildergalerie: Ford F-150 Lightning (2022)

Im Frühjahr startet mit dem Ford F-150 Lightning ein weiterer großer Player. Das Auto wurde bereits im Mai 2019 vorgestellt, der Marktstart  Erste Exemplare wurden bereits getestet. Der Wagen wird im Rouge Electric Vehicle Center in Dearborn gebaut. Damit wird der Ford weniger als 15 Kilometer entfernt von der Factory Zero von GM produziert.

Bildergalerie: Bollinger B1 und B2 (2019)

Ein weiterer Elektro-Pick-up ist der bereits 2019 vorgestellte Bollinger B2. Der Wagen basiert auf der gleichen Plattform wie das entsprechende SUV namens B1. Die sehr kantigen Modelle besitzen serienmäßig einen E-Motor pro Achse, den Strom liefert ein Akku mit 120 oder 180 kWh. Nach der FAQ-Website des amerikanischen Herstellers soll die Produktion Ende 2022 beginnen, vor 2023 dürfte die Auslieferung also kaum starten.

Noch weiter von der Serienfertigung weg ist die Stellantis-Marke Ram. Eine Elektroversion des Ram 1500 ist geplant, soll aber erst 2024 starten, wie InsideEVs.com meldete. Angeteasert wurde das Fahrzeug beim Stellantis EV Day im Juli. Es wird auf der Plattform STLA Frame basieren, die über 200 kWh große Batterien unterstützt und so Reichweiten von 800 Kilometern ermöglicht.   

Bildergalerie: Ram 1500 EV (Teaser)

Pick-ups sind in den USA die beliebteste Fahrzeugklasse. Allein vom Bestseller, der F-Serie von Ford (mit dem F-150 als bekanntester Version), wurden nach Angaben von carsalesbase.com in den ersten drei Quartalen des Jahres 2021 über eine halbe Million Autos verkauft. Der Ram Pickup und der Chevrolet Silverado landeten mit jeweils über 400.000 Stück auf den Plätzen zwei und drei.