Cupra Raval: Neue Erlkönigbilder vom 25.000-Euro-Auto (Update)
2025 oder 2026 startender Elektro-Kleinwagen erinnert stark an den Born
Schon wieder neue Erlkönigbilder vom Cupra Raval. Wieder fährt das kleine Elektroauto durch tiefen Schnee; diesmal ist der Wagen wieder ganz in Weiß lackiert. Frühere Fotos zeigten das neue 25.000-Euro-Modell teil in schwarzweißer Tarnfolie. Neue Elemente haben wir bei den Bildern nicht erkennen können, aber wir wollen Sie Ihnen auch nicht vorenthalten.
Durch die weiße Lackierung und die fehlende Tarnung sind die bündigen Türgriffe deutlich zu sehen. Sie dürften erst bei Annäherung ausfahren. Diese Bauart wird bislang noch nirgends im ganzen VW-Konzern eingesetzt. So haben auch neue Modelle wie der Skoda Elroq oder der Porsche Macan noch Bügelgriffe. Beim VW ID.7 und Audi A6 e-tron gibt es stattdessen Griffe, die zwar nicht abstehen wie Bügelgriffe, bei denen es aber noch eine Griffmulde gibt. Gut zu sehen sind auch der große Diffusor und die Form der Leuchten. Dabei ist die markentypische Lichtleiste am Heck hier noch abgeklebt:
Bildergalerie: Cupra Raval als Erlkönig (2/25)
Zu sehen ist auch der mittig "eingedellte" Dachspoiler. Außerdem befindet sich der Ladeanschluss rechts vorne. Aus Packaging-Sicht ist das wohl die praktischste Position bei einem Fronttriebler. Denn bei diesen befindet sich oft der Bordlader an oberster Stelle des Stapels aus Elektromotor, Getriebe und Inverter – so ist das zum Beispiel auch beim Renault 5. Das Auto hat das gleiche Braunschweiger Nummernschild wie auf den Bildern vom Oktober.
Wie beim Born ist die Fronthaube konturiert; auch beim Raval scheint es eine mittige V-Form zu geben. Die Scheinwerfer haben einen tropfenförmigen Umriss, während sie beim Born dreieckig sind. Außerdem gibt es eine neue Lichtsignatur. Weiter unten gibt es wie beim Born in der Frontschürze einen großen Lufteinlass. Neu sind dagegen die Air Curtains – senkrechte Schlitze, welche die Luft um die Räder herumführen.
Cupra Born
Die auch beim Born vorhandene seitliche Sicke auf Höhe der Rückleuchten fällt beim Raval hinten besonders scharf und prominent aus. Sie wird aber nicht seitlich fortgesetzt. Gemeinsam ist den beiden Modellen der relativ große Dachspoiler, der Diffusor und der Heckscheibenwischer. Auch die C-Säule sieht ähnlich aus.
Nach ersten Erlkönigbildern im September 2024 schickten uns die Spezialisten von Automedia schon im Oktober und im Dezember neue Fotos. Auf den Bildern vom Dezember trug das Auto eine schwarzweiße Tarnfolie:
Bildergalerie: Cupra Raval als Erlkönig (12/2024)
Die Fotos vom Oktober zeigten den Cupra Raval schon einmal in komplett weißer Karosserie ohne Tarnung, damals aber offenbar auf einer Rennstrecke:
Bildergalerie: Cupra Raval als Erlkönig (10/2024)
Wechselt Cupra immer zwischen dem weißen Auto und der getarnten Version hin und her? Fast sieht es so aus, denn auf den Automedia-Bildern vom September trug der Raval wieder Flecktarn:
Bildergalerie: Cupra Raval als Erlkönig (9/2024)
Die neuen Fotos geben uns Gelegenheit, nochmal zu rekapitulieren, was inzwischen zu dem Neuling bekannt ist. Nach wie vor erinnert uns das etwa vier Meter lange Kleinwagen stark an den Cupra Born, der mit 4,32 Metern Länge aber eine Klasse höher im Kompaktsegment antritt.
Der Volkswagen-Konzern plant bekanntlich mehrere 25.000-Euro-Elektroautos. Dazu gehört neben dem VW ID.2 und seiner SUV-Version auch der Skoda Epiq und der Cupra Raval. Dabei könnte der Cupra gut als erstes oder zweites Auto starten – denn Erlkönige gibt es erst von ihm sowie vom VW ID.2. Skoda hat bereits offiziell verkündet, dass der Epiq erst 2026 startet. Übrigens sagte man uns bei der Elroq-Veranstaltung auch, dass es von Skoda nur eine Karosserievariante geben wird.
Chart von der Elroq-Fahrvorstellung: Der Skoda Epiq startet erst 2026
Von seinem kleinen Stromer hat Cupra schon im September 2021 auf der IAA in München eine erste Studie gezeigt – noch mit überdimensionalem Heckflügel und unter dem Namen UrbanRebel. Im Mai 2023 stellte die Marke klar, dass die Serienversion Raval heißen wird – nach einem Stadtteil von Barcelona. Wie die Schwestermodelle soll das Auto im Seat-Werk Martorell bei Barcelona gebaut werden.
Der Raval wird wie der Skoda Epiq und der VW ID.2 auf einer verkürzten Version des Modularen Elektrobaukastens basieren, oft MEB-Small oder MEB-Entry genannt. Anders als beim normalen MEB mit seinen Hinterrad- und Allradantrieben ist hier Frontantrieb vorgesehen. Für die erste UrbanRebel-Studie gab Cupra noch 320 kW Spitzenleistung an, für die zweite dann realistischere 166 kW. Das entspricht der Leistung der Studie ID.2all. Zum Antrieb des sportlichen ID. GTI Concept gab es keine Angaben. Dass daneben auch Allradantrieb angeboten wird, halten wir für eher unwahrscheinlich. Schließlich gibt es den nicht mal beim größeren ID.3 oder Born.
Außerdem schrumpft der Radstand beim Raval auf 2,60 Meter – beim Born und ID.3 sind es 2,77 Meter. Das dürfte auch zu kleineren Batterien führen. Nach unseren Erlkönigspezialisten sollen 36 und 56 kWh geplant sein, wobei der kleinere Akku prismatische Zellen mit LFP-Chemie erhalten soll. Das soll für Reichweiten von bis zu 440 km sorgen. Zum Vergleich: Im Born werden derzeit 60, 77 und 79 kWh netto eingesetzt, im ID.3 52, 59, 77 und 79 kWh. Dazu soll der Raval den bekannten 125-kW-Antrieb aus dem ID.3 Pure bekommen.
Dank VW-Kaufprämie ist der ID.3 ist derzeit schon ab 30.000 Euro zu haben, der Born kostet dagegen in der Basis schon 41.450 Euro. Allerdings bekommt man bei VW auch nur die 125-kW-Maschine und 388 km Reichweite, bei Cupra aber 170 kW und bis zu 427 km Reichweite. Aber die Preisdifferenz verdeutlicht auch die unterschiedliche Markenpositionierung. Vermutlich wird der Raval ebenfalls teurer sein als der VW ID.2, den es für 25.000 Euro geben soll.
Unter dem Strich
Der Cupra Raval gehört mit dem Skoda Epiq, dem VW ID.2 und dessen SUV-Version zu den vier Elektroautos der 25.000-Euro-Klasse, die der VW-Konzern Ende 2025 oder 2026 auf den Markt bringen will. Die spanische Version sieht auf unseren Erlkönigbildern nicht viel anders aus als ein verkleinerter Cupra Born. Am bemerkenswertesten sind die plan integrierten Türgriffe, der Ladeanschluss vorne und der Heckdiffusor.
Quelle: Automedia
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