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Tesla soll 30.000-Dollar-Modell für 2025 bestätigt haben

Das ist allerdings der Preis nach US-Förderung ...

Tesla Model 2 (alias Q) als Rendering

Das lang erwartete Einstiegsmodell von Tesla für unter 30.000 Dollar soll im ersten Halbjahr 2025 starten. Das erfuhren nun Analysten der Deutschen Bank von Travis Axelrod, dem Investor-Relations-Leiter des Autobauers. Die Analysten nennen den Neuling das "Model Q", setzen diese Bezeichnung aber in Anführungszeichen – es handelt sich also nicht unbedingt um die endgültige Bezeichnung. 

"Das neue Tesla-Modell (das wir als "Model Q" bezeichnen) soll im 1. Halbjahr 25 auf den Markt kommen und wird einen Preis von <$30k inklusive Subventionen haben (d.h. $37.499, wenn die US-EV-Steuergutschrift wegfällt)." (Bericht der Deutschen Bank).

In Euro umgerechnet wären das rund 36.000 Euro vor Förderung. Das neue Modell soll auf den bestehenden Produktionslinien des Unternehmens gebaut werden, es müssen also keine neuen Produktionslinien oder gar Werke gebaut werden. Nach dem Bericht ist auch ein Model Y mit langem Radstand und drei Sitzreihen für China geplant. Tesla glaubt, dass die Verkaufszahlen durch diese beiden neuen Modelle um 20 bis 30 Prozent höher ausfallen könnten.

Tesla Cybercab auf der LA Autoshow 2024

Im Sommer hieß es noch, das 25.000-Dollar-Auto sei zugunsten des Cybercab gestrichen

Bild von: InsideEVs

Tesla-Chef Elon Musk hat wiederholt eine erschwinglichere Variante der bestehenden Produkte angekündigt. Zuerst hatte Musk Ende 2020 beim Battery Day ein 25.000-Dollar-Auto versprochen. Damals war von einer neuen Plattform die Rede. Später hieß es, dass das Auto zugunsten des Cybercab komplett gestrichen sei. Tesla ließ sich jedoch die Möglichkeit offen, ein Auto auf einer abgespeckten, existierenden Plattform zu bringen. Dazu müssten aber die Kosten runter.

Wenn das Auto tatsächlich 37.500 Dollar vor Förderung kostet, würde es in die Nähe des 35.000 Dollar teuren Chevrolet Equinox EV rücken. In Deutschland würde ein 36.000-Euro-Modell gegen Autos wie den Skoda Elroq (ab rund 34.000 Euro) oder Kia EV3 (ab rund 36.000 Euro) antreten, die rund 400 km Reichweite und 2WD-Antriebe mit 125 bzw. 150 kW bieten.

Tesla Model 2 Rendering

Tesla Model 2 (alias Q) als Rendering: Ein abgespecktes Mittelding aus Model 3 und Y?

Das Tesla Model 3 gibt es mit 208 kW und 513 km Reichweite ab etwa 40.000 Euro, ein Model Y kostet mindestens 45.000 Euro. Tesla müsste die Kosten also um rund 4.000 Euro senken. Bessere Produktionsmethoden (Stichwort Gigacasting), eine kleinere Batterie und eine entsprechend eingeschränkte Reichweite um die 400 km könnten das möglich machen.

Unter dem Strich

Bringt Tesla im Sommer 2025 ein neues Basismodell für rund 36.000 Euro? Auszuschließen ist das nicht, zumal es Modelle von anderen Herstellern in diesem Preisbereich gibt. Schlecht sind diese nicht, sie haben nur Reichweiten, die nicht wesentlich über 400 km hinausgehen. Insofern erscheint der Plan von Tesla durchaus realisierbar zu sein. Was Kia und Skoda können, das dürfte auch Tesla schaffen. Eine Sensation wäre ein solches Auto aber wohl kaum.