Von Geely produziertes Modell soll auf der IAA debütieren

Smart stellte als einer der ersten traditionellen Autohersteller bereits vor anderthalb Jahren vollständig auf Elektroantrieb um. Fortwo, Fortwo Cabrio und Forfour fahren seit Anfang 2020 nur noch als Elektroautos vor. Und damit einige Jahre vor den Autos aller anderen Marken, die nach heutigem Kenntnisstand frühestens ab 2025 (Jaguar) rein elektrisch werden.

Doch die Mercedes-Tochter will sich nicht mit drei Elektro-Modellen begnügen. Bald soll es auch noch ein Elektro-SUV von Smart geben. Im Mai gab es ein erstes Teaserbild:

Smart eSUV concept

Nun haben unsere Kollegen von InsideEVs USA ein weiteres Bild auf der Instagram-Seite von Mercedes-Designer Gorden Wagener entdeckt – unser Titelbild zeigt es. Das Foto zeigt das neue Modell von oben und bietet nicht allzu viel neue Informationen über das Design.

 

Vor allem das Dach ist zu sehen – offenbar ein Glasdach mit einem Lochmuster. Erkennbar ist aber auch der so genannte "Lichtring", der das Dach umfasst. Beleuchtet ist er wohl nicht, aber er hebt sich farblich gut von Dach und Karosserie ab. Den Bronzeton auf dem Bild kennen wir bereits von den ersten Teaserbildern her. Der Ring soll einen ähnlichen Wiedererkennungswert bieten wie die Tridion-Sicherheitszelle der heutigen Modelle.

Smart eSUV concept
Diese im Mai veröffentlichten Zeichnungen geben den bisher besten Eindruck von dem neuen Modell

Das Elektro-SUV von Smart – die endgültige Bezeichnung ist noch nicht bekannt – soll ein gut vier Meter langes SUV sein, also ein neues Flaggschiff der Marke darstellen. Das komplett neue Infotainmentsystem bietet OTA-Updates. Außerdem wird es komplett bündige Türgriffe geben und man kann den Wagen serienmäßig per App ent- und verriegeln.

Gebaut wird das Modell von Konzernpartner Geely in China. Basis ist die SEA-Plattform von Geely, und zwar nach Äußerungen eines Chef-Ingenieurs die Version SEA-E (SEA-Entry). Den Radstand gab der Techniker mit 2,55 Metern an. Die SEA-Entry-Fahrzeuge bekommen zwei Akkuoptionen: 58 und 68 kWh. Für ein Auto des A- oder B-Segments sind das schon ordentliche Akkugrößen – die aktuellen Elektro-Smarts haben nur 18 kWh. Mit dem 58-kWh-Akku dürfte das Auto schon Reichweiten über 300 Kilometer bieten, denn ein Opel Mokka-e schafft mit seinem 50-kWh-Batterie 320 km/h.  

Mehr zur Technik, und wie das Auto aussehen wird, werden wir wohl spätestens bei der offiziellen Präsentation der Studie erfahren, die laut Wagener für die IAA in München (vom 7. bis 12. September) geplant ist. Auf den Markt kommen soll der Wagen bereits 2022. Antreten wird er wohl gegen Modelle wie Opel Mokka-e, Hyundai Kona oder Kia e-Soul.

Mit dem Formore von 2004 hatte Smart schon vor vielen Jahren mal ein kleines SUV fast fertig. Das "Smart Utility Vehicle" (SUV) sollte in einem brasilianischen DaimlerChrysler-Werk gefertigt werden und dazu dienen, die Marke Smart in die USA einzuführen. Übrigens hatte Smart schon vor vielen Jahren ein fast fertiges SUV in der Pipeline: Der Formore wurde kurz vor der Premiere auf der IAA 2005 gecancelt.