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Kia EV4 mit Steilheck: Neue Erlkönig-Bilder zeigen Rückleuchten

Zweite Karosserieversion neben dem flachen Heck der Studie erneut erwischt (Update)

Kia EV4 mit Steilheck als Erlkönig (12/2024)
Bild von: Automedia

Schon wieder gibt es neue Erlkönig-Aufnahmen vom Kia EV4 mit Steilheck: Erst Ende November hatten wir über ein Video von dem Wagen berichtet, in dem das neue Modell oberhalb des EV3 mit wenig Tarnung zu sehen war. Die Karosserieform war schon gut zu erkennen. Nun schickte uns Automedia neue Bilder, auf denen auch die Leuchtgrafik der Rückleuchten erkennbar ist. Deshalb haben wir diesen Artikel aktualisiert.

Was die Karosserieform angeht, verraten die Bilder eher weniger als bisherige Aufnahmen, doch am Heck gibt es Neues. Die Bilder zeigen, dass die Heckleuchten einen ähnlichen Look erhalten wie beim EV3: Die Rücklichter bekommen ein Haken-Design, während die Bremsleuchten einen Zebra-Look erhalten:

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Heckleuchten des Kia EV3

Kia EV4 mit Steilheck als Erlkönig (12/2024)

Heckleuchten des EV4

 Auf unserem EV3-Bild oben leuchten nur die Rücklichter, aber die Form der Bremslichter ist ebenfalls zu sehen. Beim Erlkönigbild sind beide Leuchten an. Das Rücklicht ist ebenfalls hakenartig und wir meinen auch eine horizontale Fortsetzung zu erahnen. Der obere Ast an der Dachsäule ist dagegen wegen der Tarnung nicht zu sehen. Die feine Strichelung ist wohl auf die Tarnung zurückzuführen. Das Bremslicht besteht aus mehreren Streifen, doch es gibt einen Unterschied: Beim EV4 zeigen sie nach unten und innen, beim EV3 nach unten und außen. Die Striche scheinen auch dicker und weniger zahlreich zu sein.     

Bildergalerie: Kia EV4 mit Steilheck als Erlkönig (12/24)

Die Karosserieform des EV4 mit Steilheck war Ende November in einem Youtube-Filmchen von CarSpyMedia zu sehen, auf dem das neue Modell nur mehr wenig Tarnung hatte. Das Auto drehte Runden auf dem Nürburgring und ließ die Reifen dabei ganz schön quietschen: 

Schon im September haben wir Erlkönigbilder vom neuen Kia EV4 mit Steilheck gezeigt. Wie Front und Heck aussehen werden, war dabei aber wegen der starken Tarnung nur zu erahnen. Im Oktober haben unsere Erlkönigjäger dann neuere Bilder vom Nürburgring geschickt, bei denen die Tarnung viel geringer ausfällt.

Als Studie hatte der EV4 ein flaches Heck. Auch diese Variante wurde schon als Erlkönig fotografiert. Doch daneben wird es eine weitere Karosserievariante mit steil abfallendem Heck geben, wie Erlkönigbilder von ShortsCar aus Korea schon im Juli zeigten. Es gibt also zwei Karosserievarianten. Ob auch beide in Europa angeboten werden, müssen wir abwarten.

Kia EV4 Hatchback (2026) Erlkönigfotos

Kia EV4 mit Steilheck

Kia EV4 als Erlkönig: Seitenansicht

Kia EV4 mit flachem Heck

Der Benennung nach dürfte der EV4 länger sein als der EV3 (4,30 Meter), aber kürzer als der EV5 (als Studie 4,62 Meter). Mit etwa 4,40 oder 4,50 Meter Länge würde das Auto ideal in die Palette passen. Den Erlkönigbildern nach dürfte die Version mit dem flachen Heck länger sein, denn da ist der hintere Überhang größer.

Während die Schrägheckversion gegen Coupé-SUVs wie Smart #3 (4,40 Meter), Volvo EC40 (4,44 m) oder Peugeot E-3008 (4,54 m) antritt, konkurriert die Variante mit steilem Heck eher mit normalen SUVs à la Hyundai Kona Elektro (4,36 m), Mini Countryman Electric (4,43 m), Volvo EX40 (4,44 m), Ford Explorer (4,47 m), Renault Scenic (ebenfalls 4,47 m) oder Skoda Elroq (4,49 m). Man sieht: Es gibt bereits recht viele Konkurrenten.

Kia Concept EV4 (2023): Das Exterieur

Große Klappe oder kleiner Deckel? Beim Concept EV4 von 2023 war es noch nicht klar erkennbar

Den Erlkönig-Fachleuten von Automedia nach soll die Version mit flachem Heck einen kleinen Kofferraumdeckel haben wie etwa der Hyundai Ioniq 6, also keine große Klappe wie der Polestar 2. Der Studie war das noch nicht anzusehen. Falls das stimmt, dürfte in Deutschland das praktischere Steilheck bevorzugt werden.

Bildergalerie: Kia EV4 mit Steilheck als Erlkönig (10/24)

Die technische Basis für den EV4 gibt die Plattform E-GMP ab, die auch den EV6 und EV9 trägt. Allerdings arbeiten die Antriebe und Akkus hier (wie beim EV3) mit 400 Volt, nicht mit teurer 800-Volt-Technik. Zudem wechselt Kia bei den kleinen Modellen von Heck- oder Allradantrieb auf Frontantrieb; Allradantrieb wird wohl nicht offeriert oder steht zumindest nicht im Fokus. Die Elektrokomponenten dürften vom EV3 übernommen werden. Das würde bedeuten: ein 150-kW-Frontantrieb und zwei Batterie-Optionen: eine kleinere mit LFP-Chemie und 55 kWh netto für rund 440 km (beim EV3), sowie ein großer NMC-Akku mit 78 kWh für 605 km.

Auch das Cockpit wird sich nicht großartig vom EV3 unterscheiden. Wie bei allen bisherigen E-GMP-Fahrzeugen wird es zwei Displays direkt nebeneinander geben.

Kia EV3 GT-line (2024): Lenkrad und Display

Das Cockpit dürfte ähnlich aussehen wie beim Kia EV3 (Bild)

Laut KoreanCarBlog soll der Marktstart des EV4 Anfang 2025 erfolgen. Das dürfte sich auf den koreanischen Markt beziehen. Laut Automedia soll der Wagen in Europa erst Anfang 2026 bestellbar sein und erst in zwei Jahren von heute bei den Händlern stehen.

Kia arbeitet sich langsam von teuren, großen Modellen wie dem EV6 und dem EV9 zu kleineren und damit erschwinglicheren Modellen vor. Der EV3 ist bereits bestellbar, während die Modelle EV2, EV4 und EV5 noch Zukunftsmusik sind. Bisher kommen alle E-GMP-Modelle noch aus Übersee: EV6, EV9 und EV3 werden in Südkorea gebaut. Ab 2025 soll sich das jedoch ändern, denn der EV4 soll erstmals in der Slowakei entstehen, wo Kia schon seit rund 20 Jahren ein Werk in Žilina hat (im Norden, etwa 25 km von der polnischen Grenze entfernt).


Unter dem Strich

Der Kia EV3 kostet in der Basis rund 36.000 Euro, der EV6 beginnt bei rund 47.000 Euro. Der EV4 wird irgendwo dazwischen liegen, aber vermutlich näher beim EV3. Wie der EV3 erhält er 400-Volt-Technik und vermutlich auch ähnliche Akkus und Antriebe.

Marktstart in Deutschland dürfte jedoch erst 2026 sein – zuerst muss mal der EV3 glänzen, der erst am 16. November in den Handel kam. Außerdem ist noch ein etwa vier Meter langer EV2 in der Pipeline. Welches Auto zuerst zu uns kommt? Da müssen wir bislang noch passen. Laut Automedia starten beide Fahrzeuge 2026, und beide werden in der Slowakei gebaut, während der Ev3 noch aus Korea zu uns kommt.

Bildergalerie: Kia EV4 mit Steilheck als Erlkönig (9/24)