Das 25.000-Dollar-Modell von Tesla ist im Gespräch, seit Elon Musk es erstmals erwähnte – beim Tesla Battery Day im Jahr 2020. Seither diskutieren sich Fans und Presse die Köpfe heiß. Vor allem darüber, wie das Ding aussehen könnte und wann es kommt. Nun haben unsere Kollegen von Motor1 Italien ein Rendering erstellt.

Das Bild zeigt ein offenbar doch recht großes Auto. Spontan hätten wir es in die Kompaktklasse eingeordnet, doch der niedrige Preis spricht eher für einen Kleinwagen. Vielleicht ähnelt das Auto ja dem Citroen e-C4, der mit stattlichen 4,36 Meter Länge größenmäßig in die Kompaktklasse gehört, auch wenn er technisch auf einer Kleinwagenplattform (eCMP) basiert. So oder so: Das Auto wird mindestens eine Stufe kleiner als das 4,72 Meter lange Tesla Model 3

Bildergalerie: Tesla Model 2 als Rendering

Die Front erinnert sei unserem (spekulativen) Rendering stark an den Cybertruck. So gibt es schlitzartige Scheinwerfer und eine Fronthaube, die praktisch bruchlos in die Windschutzscheibe übergeht. Der Rest des Autos fällt eher konventionell aus wie bei beim Model 3.

Mit der kürzlich in der Elon-Musk-Biografie von Walther Isaacson aufgetauchten Schwarzweiß-Skizze hat das Rendering höchstens die Front gemeinsam. Anders als die Skizze zeigt das Rendering keinen Kleinstwagen mit Scherentüren und eng nebeneinanderstehenden, verkleideten Hinterrädern, sondern ein Auto mit vier Seitentüren.

Vier Türen und damit wohl mindestens vier Sitze kämen seiner beabsichtigten Doppelfunktion entgegen. Denn das fünfte Tesla-Pkw-Modell soll es in zwei Versionen geben: als Robotaxi und als normales Tesla-Einstiegsmodell. Der in der Skizze gezeigte Wagen hatte nur zwei Türen und Platz für zwei Insassen. Außerdem verursachen Scherentüren mit elektrischer Bedienung zusätzliche Kosten, die bei einem knapp kalkulierten 25.000-Dollar-Auto kaum zu rechtfertigen wären.

 

Um die Herstellungskosten niedrig zu halten, dürfte Elon Musk (wie beim Model-3-Basismodell) LFP-Batterien einbauen lassen. Deren Größe wird ebenfalls von den Kosten beschränkt, daneben aber wohl auch vom Radstand. Für ein Modell der 25.000- bis 30.000-Euro-Klasse (wir gehen davon aus, dass Tesla ein wenig mehr verlangt als versprochen, die Inflation lässt grüßen) wären 300 bis 400 km Reichweite angemessen. Die eCMP-Autos von Stellantis (Peugeot e-208, Opel Corsa Electric, Citroen e-C4 & Co.) haben in der neuesten Version einen 54-kWh-Akku für etwa 420 km. Die Antriebsleistung dürfte ein wenig höher liegen als die 115 kW von Stellantis.

Wenn wir Elon Musk wären, würden wir den Neuling möglichst in einem Schwellenland bauen lassen – da sind die Kosten niedriger. Für die USA käme da die neue mexikanische Fabrik in Betracht, aber die USA sind nicht der richtige Markt für dieses kleine Modell. Für Europa und China käme wohl die Giga Shanghai in Betracht oder auch das mögliche Werk in Indien. Helfen wird auch das neue Gigacasting-Verfahren, bei dem neben dem Vorder- und dem Hinterwagen auch der Mittelteil in einem Schritt hergestellt wird. 

Fiat Panda (2024) als Rendering von Motor1.com

Fiat Panda als Rendering

Citroen C3 (2023) das Rendering von Motor1.com

Citroen e-C3 als Rendering

Die am häufigsten genannte Bezeichnung für das neue Modell ist Model 2 – aber deswegen muss das nicht unbedingt richtig sein. Die Produktion soll spätestens 2025 starten. Denn dann kommen wichtige Konkurrenten auf den Markt, wie die 25.000-Euro-Autos des VW-Konzerns, also VW ID.2 all & Co. Weitere Rivalen könnten der Citroen e-C3, der neue Elektro-Panda von Fiat, das geplante Einstiegsmodell von Hyundai und vielleicht der Renault 5 Electric sein.